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Zu der am 19.07.2010 abgehaltenen Gemeindeversammlung kamen ca. 250 Personen und ließen sich über die aktuellen Zahlen der Bergbahnen aufklären.
Bevor die Bergbahnen Hauptthema wurden, ist von der Bürgermeisterin Johanna Obojes-Rubatscher ein kurzer Überblick über die ersten 100 Tage ihrer Amtsszeit abgegeben worden. Die Hauptarbeitspunkte waren:
- Abberufung von GR Walter Würtenberger als Geschäftsführer der Bergbahnen
- Ankauf der Hofer Gründe
- Verkauf bzw. Tausch des Sägeareals
- Übernahme der Postpartnerschaft, welche ab September 2010 beginnen soll
- Erstellung der Studie über Kanlasanierung und Neubau Völsesgasse
Zum eigentlichen Thema, nämlich der allgemeinen und finanziellen Situation der Bergbahnen wurde die Bilanz durch Mag. Dr. Martin Rubatscher präsentiert. GF Mag. Hubert Deutschmann gab anschliessend einen Überblick über die derzeitige Situation.
Bilanz: Diese wurde zum Bilanzstichtag 30.04.2010 von der Steuerberatungskanlei Rubatscher kostenlos erstellt.
Die Gewinn- und Verlustrechnung weist ein negatives Ergebnis in Höhe von ca. -820.000 € auf und setzt sich aus einem Rohertrag von ca. € 601.000, sonstigen Ertägen von € 263.000 sowie Aufwänden in Summe von gesamt € 1.684.000 zusammen.
Die hohen Auwände entstanden im Wesentlichen durch die in die Höhe geschnellten Personalkosten (606.000 €) sowie die sonstigen Aufwändungen (553.000 €), Abschreibungen (509.000) und Finanzierungsaufwände (63.000).
Dem gegenüber stehen Umsatzerlöse im vergangenen Jahr in Höhe von 761.000 € abzüglich der Auwände für Material in Höhe von 160.000 €, was einen Rohertrag von ca. 601.000 € ergibt
Die Bilanz, welche die Vermögenslage wiedergeben soll, stellt mit einem Anlagevermögen von 5,9 Mio. € und einem negativen Cash Flow von 470.00 € auch keinen Grund zur Freude dar.
Zusammenfassend stehen die Bergbahnen keineswegs so gut da, wie dies im Gemeinderatswahlkampf vom damaligen Bürgermeister und dem damaligen Geschäftsführer verkündet wurde.
Die Conclusio ist, dass man sich solch ein Ergebnis nicht noch einmal leisten kann und darf.
Neben den finanziellen Problemen führte Hubert Deutschmann eine Liste an Kritikpunkten an, die in Summe sowohl technisch, wie auch finanziell zum Gesamtbild beitragen. Angefangen von einem viel zu hohen Personalstand über nicht nachvollziehbare Tankrechnungen und einen Verkauf eines nur geleasten Pistengerätes, bis hin zu schlampigen Aufzeichnungen und mangelnder Wartung von z.B. Schächten und Leitungen der Beschneiungsanlage reicht das Spektrum der Punkte, die in Summe ein repräsentatives Bild wiedergeben. Der GF Hubert Deutschmann führet an, bei allen Punkten einsparen zu müssen, und möglichst viele Gäste und Einheimische dazu zu bewegen, den Hausberg und die Bergbahnen zu besuchen und zu unterstützen.
In der anschliessenden Diskussion nahm auch der ehemalige GF Walter Würtenberger zu den Vorwürfen Stellung, und betonte, dass sicher Fehler passiert sind, doch er erst seit Herbst 2009 die Geschäftsführertätigkeit interimistisch übernommen habe. Als politische Konsequenz gab er jedoch daraufhin bekannt, sein Gemeinderatsmandat abzugeben und aus dem Gemeinderat auszutreten, dies aber nicht als Schuldeingeständnis verstanden wissen will.
Die Bürgermeisterin führte aus, dass für die Zukunft ein Aufsichtsrat installiert wird, der sich aus verschiedenen Mitgliedern wie Gemeinderäte, Sachverständige und Steuerberater zusammensetzen soll. Bislang war der Bürgermeister alleinig befugt, die Bergbahnen zu vertreten.
Für die Zukunft wird die Gemeinde die finanzielle Unterstützung nur durch Grundverkäufe aufbringen können und auf Seiten der Bergbahnen müssen drastische Sparmassnahmen greifen, um den Betrieb der Bergbahnen weiterführen zu können.
Martin Seidner
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Dieser dazu "Es ist schon eine eigenartige Optik, wenn der Bürgermeistersohn die Bilanz prüft und die Zahlen wie das Evangelium verkauft werden, ohne Gegenprüfung." Tatsächlich hat Dr. Rubatscher Martin die Bilanz nicht geprüft, sondern gratis erstellt, denn prüfen wird schon das Finanzamt die Zahlen. Geprüft hat jedoch sicher Ewald Spiegl im operativen Geschäftsverlauf des Liftbetriebs reichlich wenig in den letzten paar Jahren sonst hätte es nie so weit kommen können, dass für die gemeindeeigenen Infrastrukturmaßnahmen kein Geld mehr blieb, weil alles durch Mißwirtschaft beim Lift aufgefressen wurde. War wohl nicht verwunderlich, dass die Bewohnen ihn daher abgewählt haben. Und von wegen EVANGELIUM -irgendwo steht doch auch in der Bibel "Du sollst Deine Bürger nicht über Jahre hinweg anlügen..."